Marlies Rückschau auf das Jahr 2024 der Frauenriege und Riegenversammlung

Das Jahr 2024 war ereignisreich in unserer Stadt, in unserem Land, weltweit und auch in unserer Riege. Der positive Spirit unserer «Jungmannschaft» spürte man bereits ab anfangs Jahr mit den vielen Schnuppis, welche den Weg in unsere Halle gefunden haben und auch blieben. Was wir sonst noch alles erlebt haben – Bauchtanz, Ballonplausch, Hulahop, Linedance, Yoga, Outdoor-Training und und und… könnt ihr nachlesen in Marlies wunderschöner Rückschau, dem Jahresbericht 2024.

Viel Spass und Lampenfieber bei der Frauenriege – vor der Linedance Aufführung, anlässlich der 150 Jahre Feier des TV Wiedikon STV am 30. November 2024.


Riegenversammlung der Frauenriege

Am 5. Februar 2025 fand die 32. (99.) Riegenversammlung der Frauenriege TVW STV im Restaurant Oberes Triemli in Zürich statt. So eine Riegenversammlung ist ja eigentlich schon eher eine trockene Angelegenheit. Bei der Riegenversammlung der Frauenriege ist davon aber absolut nichts zu spüren, von wegen. Es herrscht stets eine ausgelassene und fröhliche Stimmung. Das ausführliche Protokoll der Riegenversammlung vom 05.02.2025 gibt es hier zum nachlesen.

Das verschwundene Jubiläumsgeschenk

Das verschwundene Jubiläumsgeschenk

Mit einer spritzigen und humorvollen Show haben die TVW-Geräteturnerinnen die Freunde und Angehörigen der Wiediker Turnerfamilie am späteren Nachmittag des letzten Novembersamstags überrascht. Es war nicht irgendeine Show, sondern jene zum 150jährigen Bestehen eben dieses Turnvereins Wiedikon.

 

«Das Päckchen ruht im stillen Licht,
die gold’ne Schleife erfüllt die Pflicht.
Zwar wirkt sie sanft, leicht zu entfalten,
doch bleibt sie stark, lässt sich nicht halten.
Ein Fluch so dunkel, kalt und schwer
raubt Freude und macht Herzen leer.
Was drinnen schlummert, bleibt verhüllt
bis wahre Ehre es enthüllt»

 

Gekonnt und charmant hiessen  Mina und Emma, zwei junge Turnerinnnen, die grosse Gästeschar in den Turnhallen der Kantonsschule Wiedikon willkommen. Neben ihnen, hell erleuchtet, stand ein grosses mit goldener Schleife umwickeltes Paket, offenbar ein Geschenk. Diesen festlichen Augenblick untermalten die Turnerinnen der Frauenriege mit ihrem Line-Dance. Doch plötzlich war das Geschenk nicht mehr auffindbar; ganz offensichtlich hatten die zu «Pink Panther» agierenden kleinen Monster ganze Arbeit geleistet. Mit Hilfe einer Zauberkugel versuchten die Moderatorinnen etwas Klarheit zu schaffen. Zurückversetzt in die Gründerzeit des 11. Aprils 1874 erhoffte man sich von den Gründervätern um Pfarrer Meili etwas Licht in die verworrene Lage zu erhalten. Am Nordpol sei in der Geschenkfabrik soeben der Auftrag für das Geschenk gegeben worden, liess man Moderatorinnen und Zuschauer zumindest wissen. Auf dem weiteren Weg des Suchens wirbelten die Geräteturnerinnen mit ihren Sprüngen über den «Airtrack» und die Frauenriege erfreute die Anwesenden nach der Melodie von «Ride with me» mit einem weiteren Line-Dance-Auftritt. Die mit ihren aus den Anfängen des Wintersports stammenden Skiausrüstungen daherkommenden Mitgliedern der Ski- und Fitness-Riege konnten zumindest darauf hinweisen, wo sich diese ominöse Geschenkfabrik befinden soll und empfahlen, nur ihren Spuren in Richtung Nordpol zu folgen. Und in der Tat, Melodienfetzen «aus der Weihnachtsbäckerei» liessen erahnen, dass sich diese ominöse Geschenkfabrik in der Nähe befinden muss. Tatsächlich, denn unter den Rhythmen von Abba’s «Mamma mia» schoben Elfen das lange gesuchte Geschenk aus der Dunkelheit der Geschenkfabrik hervor. Die Freude der in glitzernden Tenües agierenden Turnerinnen war spürbar riesengross, verzauberten sie doch die Anwesenden mit ihren spektakulären und ausgefeilten Darbietungen an den Schauckelringen zu manchem «Ah» und «Oh». Dem verstorbenen deutschen Showmaster Hans Rosenthal würde dabei sicherlich der Ausspruch «das war SPITZE» über die Lippen gehen - und es war auch SPITZE.

 

Wie es nun zu einem Geschenk gehört, irgendwann ist der Moment gekommen, wo die Schlaufen entbunden werden und man sich dem Inhalt zuwenden kann und darf. Einerseits durften alle an dieser Show teilnehmenden Akteurinnen und Akteure ein speziell für diesen Anlass geschaffenes T-Shirt entgegennehmen, andererseits - und das ist wahrscheinlich viel emotionaler und deshalb auch ein grosses, unbezahlbares Geschenk - viele unvergessliche und fröhliche Stunden im Kreise Gleichgesinnter innerhalb «unseres» Turnvereins Wiedikon erleben. Und dieses Geschenk kann niemand mehr wegnehmen.

 

Mit einem gelungenen Apero im mit Vereinstrophäen Gemeindschafzentrum «Heuried», zudem alle eingeladen waren und dem anschliessenden für die Vereinsmitglieder offerierten Nachtessen fand der Abend in familiärem Rahmen - eben der Turnerfamilie - eine kulinarische Fortsetzung. Dabei liessen Ehemalige die eine oder andere Reminiszenz aus ihrer Amtszeit in Erinnerung rufen - und manch’ eine oder manch’ einer sagte zu seinem Gegenüber «weisch na» und erfreute sich am Erlebten.

 

Was kann man einem jubilierenden Verein wünschen? Von Herzen Zuversicht und den Willen, das Erbe der Vorfahren zu erhalten, zu pflegen aber auch zu erneuern. Die Geräteturnerinnen haben uns eindrücklich gezeigt und damit bewiesen, dass Turnen nicht «out», sindern «in» ist. Unterstützen wir sie mit unserer vollen Überzeugung. Sie haben es redlich verdient.

 

Ein nicht mehr so junges Vereinsmitglied
Hansruedi Frischknecht

Komm doch auch!

Komm doch auch!

Sie hat monatelang gebraucht, bis ich endlich so weit war. Sie hat immer wieder höflich nachgefragt, nie aufdringlich – aber konsequent. Irgendwann war ich so weit und konnte mich dazu aufraffen, es wenigstens zu versuchen. Nur einmal. Einfach mitgehen, mit der Quartiernachbarin, die ich schon so lange kenne. Die ich mag, schätze – und der ich vertraue. Am 1. November 2023 (Allerheiligen!) betraten wir zusammen die Turnhalle Bühl, kurz nach 20 Uhr. Ein gutes Dutzend Frauen war schon da, alle im Turndress, alle guter Laune. Ich schüttelte so manche Hand, hörte so manchen Namen (und kann mir bis heute nicht alle merken).

Und dann ging’s los. Flotte Musik aus dem Lautsprecher. Monika Descombes, die vorne stand und mit dem Aufwärmen begann. Die Beine hierhin, die Arme dort, ich stand ganz hinten in der Halle und hatte meine liebe Mühe, mitzuhalten. Kein Wunder, hatte ich doch seit gut vierzig Jahren nie mehr eine Turnhalle betreten und genauso lange nicht mehr im Kreise anderer Menschen Gymnastik betrieben; geschweige denn, exakt das gemacht, was eine Vorturnerin zeigt. Ich war fest davon überzeugt, dass sei nichts für mich. Und dann?

Ich war bei der Frauenriege Wiedikon angekommen. Und bin geblieben. Demnächst werde ich mein Einjähriges feiern. Ich bin innerhalb der letzten zwölf Monate zu einer stolzen, überzeugten und begeisterten Turnerin geworden. Damit hätte ich nie gerechnet. Nicht vor Allerheiligen 2023. Und noch weniger hätte ich mir vorstellen können, auf was für tolle Frauen ich stossen werde. Jede ist einzigartig, jede anders, jede eine Bereicherung – niemals möchte ich die Stunden mit ihnen in der Turnhalle und das Bier danach missen wollen.

«Komm doch auch!» hat mir die Nachbarin damals gesagt. Ich war mehr als skeptisch. Monatelang. Heute wiederhole ich ihre Worte an alle, die von meiner neusten Sportaktivität hören wollen. Mitglied im Turnverein werden? Ich kann es nur empfehlen.

Brigitte Hürlimann

Rücktritt Marlies Walther aus dem Vorstand

Riegenversammlung der Frauenriege Zürich-Wiedikon am 7. Februar 2024

An der vergangenen Riegenversammlung der Frauenriege haben wir ein wohlverdientes Ehren- und Aktivmitglied aus dem Vorstand verabschiedet: Marlies Walther.
Marlies hat sich über viele Jahrzehnte hinweg mit ausserordentlichem Engagement und Einsatz für unseren Verein eingesetzt. 1957 ist Marlies unserem damaligen Damenturnverein Zürich-Wiedikon (DTVW) beigetreten und hat damit eine bemerkenswerte Vereinskarriere begonnen, die beinahe sieben Jahrzehnte umspannte. Bereits im Jahr 1962 hat sie die Position der Mädchenriegen-Leiterin übernommen und diese Rolle mit Entschlossenheit und der wohlbekannten Zuverlässigkeit bis 1967 innegehabt. Diese Mädchenriege ist wohlgemerkt der Ursprung unserer heute äusserst erfolgreichen Geräteturnerinnen! Als Protokollführerin war sie von 1966 bis 1981 und als 1. Kassierin von 1981 bis 1988 für den DTVW tätig. Für ihre Vorstands- und Leitertätigkeit wurde sie an der GV 1986 zum Ehrenmitglied ernannt.
Auch nach der Fusion des Turnvereins Zürich Wiedikon (TVW) und des DTVW 1992 war sie sich nicht zu schade, ihre Freude an Zahlen auch dem neu kreierten Turnverein TVW STV zur Verfügung zu stellen und so war sie von 1999 bis 2012 für die Finanzen zuständig. Im Jahr 2000 fand ihr Übertritt in die Frauenriege statt. Auch in der Frauenriege schätzten alle Mitglieder ihre wertvolle Arbeit als Kassierin, von 2012 bis heute. Gesamthaft hat sie sich für unseren Verein beachtliche 52 Jahre lang eingesetzt. Als wäre das nicht genug, hat sie auch noch an mehreren Vereinsanlässen für die jeweiligen OK’s gearbeitet. Wenn sie zwischendurch einmal für kurze Zeit in keinem Vorstand tätig war, wurde sie wegen ihrer Gewissenhaftigkeit gerne als Revisorin oder auch Protokollprüferin eingesetzt.
Liebe Marlies, wir verlieren dich sehr ungerne als zuverlässige Kassieren, Beraterin und geschätzte Vorstandskameradin. Wir haben jedoch volles Verständnis dafür, dass du die Verantwortung abgeben möchtest, um das Vereinsleben bald wieder unbeschwert mit viel Freude am Turnen und der Geselligkeit geniessen zu können.
Wir danken dir für deine unschätzbare Arbeit von ganzem Herzen, wünschen dir alles Gute sowie beste Gesundheit und freuen uns, bald wieder gemeinsam mit dir im Bühl zu turnen.
Vorstand, Turnerinnen und Mitglieder

Weihnachtsfeier der Frauenriege

Am letzten Mittwoch vor den Weihnachtsferien haben wir unsere Turngeräte gegen Lotto-Steine ausgetauscht. Diesen Spass wollte sich niemand entgehen lassen und so waren wir fast vollzählig und amüsierten uns bei Wein und feinstem Essen im Restaurant Oberes Triemli.

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